ha, erstes kommt es anders und zweitens als du gedacht hast. der "do nothing in pai" day ist voellig unspektakulaer zu ende gegangen. nicht mal mehr restaurant experimente haben wir uns getraut - wir sind zu unserem "angestammten" restaurant gegangen und ich hab ein gericht gegessen, dass ich schon kannte (von dem ich aber auch sagen muss, dass es das beste war, was ich bisher gegessen hab, pscht: es ist ein indisches gericht). danach haben wir den abend mit ner runde billard (mal wieder) ausklingen lassen, kost ja nix. schlafen tu ich leider immer noch verdammt schlecht. ich weiss nich worans liegt. vielleicht an der tropenwaerme, naja, bin

jedenfalls recht empfindlich auf jedes geraeusch und eins kann ich sagen: davon gibts hier verdammt viele unidentifizierte. schade, dass man das nicht fotografieren kann. apropos fotografieren: natuerlich werd ich fuer unsere soeldner im ausland nach der reise ein paar fotos hochstellen. hier vor ort wuerde das wahrscheinlich den zusammenbruch des netzes bedeuten (ich will ja die vielen illegalen downloads, die die internet cafes hier so machen nicht gefaehrden.. wenn man schon mal ne standleitung hat..). ach und noch eine vorort eigenheit: die tastatur ist furchtbar, von daher: don't mind any mistakes. am naechsten tag war ich ploetzlich hyperaktiv und hab sogar an der busstation noch versucht unseren bus ne std vorzubuchen, leider ist gerade der ausgefallen. also bin ich ruhigen gemuets wieder im einsetzenden regen zurueckgeschlappt, als es auf einmal furchtbar ratscht.. kennt ihr dieses geraeusch, wenn autos miteinander in beruehrung kommen? waers mal nur das gewesen... ein minibus (fuer zehn mann) hat (wie immer) ne kurve geschnitten (verkehrsprinzip hier: die macht des staerkeren, deswegen werden fusswege auch schwer vernachlaessigt) und dabei ne entgegenkommende mopped-fahrerin mitgenommen. tja, was macht man. ich war zu weit weg um direkt eingreifen zu koennen und zu nah dran, um es zu ignorieren. als ich da war, hatte sich aber schon ne telefonierende traube gebildet (ob die alle e

mergency calls gemacht haben, oder lieber zuhause berichten wollten?). das maedel hatte jedenfalls wohl ihr bein unterm roller eingeklemmt und wimmerte vor sich hin. doch es kam zum glueck ziemlich schnell jmd auf die idee, das teil mal aufzuheben. ich konnte also nicht mehr wirklich helfen (mein glueck?) und hab den rueckweg angetreten. vorher hatte ich noch ueberlegt, wo wir unser fruehstueck herbekommen - das interesse war mir dann aber leider vergangen. als wir dann mit sack und pack zur busstation gelaufen sind war aber nix mehr zu sehn (ca. 15min spaeter) - nein, auch keine blutlache auf dem boden ;). hatte ich erwaehnt, dass die meisten touristen nicht von tollwut, malaria oder flugzeugabstuerzen dahingerafft werden, sondern von motorisierten verkehrsteilnehmern? naja, jedenfalls bin ich jetzt noch vorsichtiger, denn die meiste zeit rennt man auf der strasse rum, weil die buergersteige als ladenflaeche, fuer telefonzellen oder litfasssaeulen oder parkplaetze missbraucht werden. zum glueck bin ich den linksverkehr aus australien und neuseeland gewohnt... die busfahrt war ziemlich unproblematisch, wir hatten uns nach d

er spannenden, aber auch gruseligen staatlichen-buserfahrung fuer den 2,50Euro teuren minibus fuer zehn mann entschieden. der fahrer fuhr trotzdem wie nen henker. diesmal aber hellwach. etwas aetzendes gabs aber: die alte, mueffelnde, argwoehnisch guckende frau hinter uns, die wie ein fussballer dauerhaft in ihre tuete rotzte und das ab und zu aus dem fenster ausschuettete.. man gut, dass die nich vor mir sass. in china solls ja ganz schlimm sein, hier ists halbschlimm mit dem rotzen - es gibt zumindest keine spucknaepfe. was einerseits ja darauf hinweist, dass es nicht ganz so etabliert ist, aber einen andererseits auf tolle entdeckungen auf dem asphalt stossen laesst (keine angst, wird nicht fotografiert!). in chiang mai w

urden wir dann mehr oder weniger "durchgereicht" - ausgestiegen - durch die taxifahrermeute gekaempft - zielnamen gesagt - ticket bekommen - eingestiegen - los. hat tatsaechlich keine fuenf minuten gedauert. kam mir hinterher ziemlich surreal vor, zumal mich die ganze zeit son kleiner thai der englisch konnte vollquatschte und dauerend "donke schoen" und "ick liebe dick" sagte. das war naemlich sein deutsch wortschatz! der bus in dem wir dann sassen (wir arbeiten uns hoch: 2 klasse) war witzig. in den sitzen ist man nur so versunken, er war eisigkalt, weil man die klimaanlage nicht ausstellen kann und die letzte reihe war komplett frei: wir witterten unsere chance fuer die fuenf std fahrt nach... Sukothai! Richtig, doch nicht Lampang. Interessant war, dass die rechte seite der sitzreihe sich tierisch vom motor aufheizte. anstrengend war, dass nach und nach (winken am strassenrand mal wieder) nen haufen schueler zu stiegen, die uns dann (das passiert hier uebrigens oefter) wie tiere ausm zoo ansahen. hier zu ein kleiner exkurs: wir sind hier sogenannte "farangs", zu deutsch: langnasen. je nach einstellung ruft das verschiedene wirkungen hervor. von voelligem desinteresse, ueber interesse (wurden schon auf mehreren fotos von kleinen thais und chinesen posierend verewigt) bis zu misstrauischer distanz (bogen laufen), ueber ausgelacht werden (ist wirklich so) und ablehnung. man kennt ja diese bilder von asiaten mit mundschutz. nunja, des oefteren haben sich hier schon (vorallem jugendliche) leute die hand vor den mund gehalten, wenn wir vorbeigingen (wir riechen bestimmt..). dana ist wohl mal jemandem beim handel

n zu nahe getreten und der fing ploetzlich voellig geekelt an zu husten und drehte sich wedelnd weg. inzwischen bild ich mir bei jeder aktion (eine hatte son riechdoeschen im bus) ein, dass wir fuer die furchtbar aussehn und riechen muessen (ich meine das auch mit frischen klamotten und nach einer dusche! ;) ). kleinkinder gucken auch manchmal als waeren wir tiere, aber da ists meist witzig, weils ne faszinierende wirkung auszueben scheint und so kann man die freundlichkeit die einem entgegenschlaegt auch definitiv nicht verhehlen! manchmal ists einfach spassig. naja, die busfahrt ging jedenfalls relativ glimpflich von dannen und wir kamen im dunkeln in sukothai an, worauf uns eine andere farang ansprach, die son akzent zu haben schie

n, dass ich sie gleich gefragt hab, was sie denn fuer ne muttersprache spricht. naja. ihre mutter ist irin, der vater deutsche, aufgewachsen ist sie in madrid. dafuer wars englisch dann aber doch nich original genug ;) mit der (ich weiss den namen leider nich, irgendwas mit s) sind wir dann auf guesthouse suche gegangen und haben auch nen nettes gefunden. kleiner bungalow auf stelzen. duschklo und kleiner garten. war janz nett. das essen im hauseigenen restaurant machte nen bissl den eindruck (kurz vor kuechenschluss) als wenn wir alle gemuesereste bekommen haetten und der englischsprechende thai war irgendwie unfreundlich. deswegen war die atmosphaere nicht so doll. als wir fruehlingsrollen bestellten (stehen in der karte) sagte er voellig verwundert: "we dont haaaave spring rolls!!!" und als wir briefmarken haben wollten (preis stand neben den postkarten preisen) sagte er ebenfalls voellig verwundert: "we dont haaave stamps!!". naja, bloedmann. erschrocken haben wir uns bloss, als er kurz vor abreise uns in nem recht guten deutschen satz die bustickets ueberreichte. vielleicht hat er gehoert, dass wir ihn unfreundlich finden. apropos deutsch, da warn irgendwie nur deutsche. mit zwei andern haben wir am naechsten tag dann auch nen samlong (son moped mit angeschweisstem fuhrwaegelchen) gechartet und sind in die altstadt ruebergefahren (zum glueck hat der koenig bhumipol verboten, dass im umkreis von 12km industrie angesiedelt wird, so kann die laendliche atmosphaere hoffentlich erhalten bleiben). der hat uns natuerlich prompt bei seiner cousine (oder so) abgeliefert, damit wir dort das fahrrad mieten (alles mafia und kartell hier), dem konnten wir aber wiederstehen und haben dann am offiziellen fahrradstand eins bekommen und sind durch die erste hauptstadt der thais geradelt. ruinen ueber ruinen. wer das forum romanum kennt, kann sich eine aehnliche infrastruktur und ausdrucksstaerke vorstellen. riesige buddhafiguren und beeindruckende tempelreste (auch im khmer-stil, siehe angkor wat, denn die haben sie platt gemacht,

bevor sie das land uebernommen haben). allerdings muss ich zugeben, dass ich das gefuehl hatte, vieles nicht zu verstehen. die kultur ist und bleibt einem ein stueckweit fremd. waehrend man sich im forum romanum noch die vergangenheit der eigenen kultur vergegenwaertigen kann (oder sich einfach vorstellt wie cicero auf der rostra steht, oder meinetwegen wie sein kopf und seine haende da angenagelt wurden ;D ), ist es hier eben so, dass man sich das leben nur schwer vorstellen kann. leider ist das auch nicht wirklich gut paedagogisch verarbeitet und die gebaeude (vorallem stuckverzierungen) manchmal sehr schlampig restauriert. trotzdem wars auf jeden fall eins: beeindruckend. dieser stil auf lotusblueten ausgelegt, elefanten verziert, buddha ehrend, mit resten von hindu und khmer-stil, sehr pompoes in einer wunderschoenen, weitlaeufigen parkanlage. ach zum eintritt fuers ganze areal (mit lotusteichen, 15m palmen und dschungel geschmueckt) kostete der eintritt 150baht, ca. 3euro + fahrrad fuer 30baht, also 80cent. ach und ne banane von ner suessen hutzeligen alten mit schwarzen zaehnen hab ich mir gekauft fuer 5 baht, aeh, 0,8cent? die hat sogar richtig nach banane geschmeckt! den sonnenbrand gabs uebrigens gratis, denn das wetter war genial (so ab 12) und die sonnenmilch wirkungslos. uebrigens hab ich hier meine erste schlange gesehen! sie war gruen, ziemlich duenn (abgemagert? ;) ) und lang. und ne

schildkroete haben wir auch gesehen, die sich unter meinem schuh verstecken wollte. leider hat der busfahrer sie auch gesehen und prompt eingesammelt (wahrscheinlich haben wir sie nun umgebracht ;( ). ueberrascht darueber, dass wir das alles in einem tag geschafft haben (nein, nix uebersehen - haett ich ernsthaft fotosessions machen wollen, koennt ich dort wochen zubringen, aber dann wuerde dana ausrasten), haben wir dann ueberlegt doch gleich weiterzuziehen (die busfahrt zurueck war uebrigens auch abenteuerlich, nen haufen schueler mit uns gestapelt im bus). bloed, dass wir fuer zwei naechte gebucht hatten und in dem unfreundlichen guesthouse war natuerlich nix mehr auszuhandeln. naja, wir haben dann den nachtbus nach bangkok gebucht (mal wieder hochgearbeitet: 1 klasse!), 7std fuer ca 7euro. um halb elf solltes losgehn, also haben wir ausgiebigst geduscht und noch nen halbes stuendchen geschlafen, bevors im samlong, zu viert mit anni und lea aus frankfurt und vier schweren rucksaecken (schlagseite!) zum busbahnhof ging. es ging alles ziemlich unproblematisch seinen gang, wie immer mit mittlerem chaos, aber auf gewisse weise liebenswuerdig. der bus war wie immer verdammt kalt (aber es gab decken), aber die sitze warn gut. es gab sogar nen snack (wie alles hier mit ner extra portion zucker) und nen flaeschen wasser. beeindruckend. das entertainment programm war wie immer irgendne bunte thai-sendung, in der sich irgendwelche kerle in bekloppten disziplinen um ne frau kloppen, die als kommentar i.d.R. nur ein "AAAAAH"

zum besten gibt. naja, es war wenigstens nicht schallend laut. und fliegen konnte auch dieser bus. so kams, dass wir das erste mal OHNE verspaetung in bangkok ankamen. geschlafen hatte ich leider nicht. dementsprechend war ich voellig geschockt, wieviele taxi und tuktuk fahrer uns abschleppen wollten, wieviele busse an einer busstation und wie viele menschen um halb fuenf morgens unterwegs sein koennen. es war die hoelle. nur die einkaufsstaende sahen viel versprechend aus, jedoch musste ich den tunnelblick anschalten um uns da durch zu schleusen und so kams, dass wir recht schnell (schneller als erwartet) im bus nach kanchanaburi sassen (auch erste klasse! aber verdammt unbequem). nochmal drei stunden. irgendwie war auch der durchreich-prozess am bahnhof surreal, wie ueberhaupt die nachtfahrt. in kanchanaburi (nach etlichen sekundenschlaefen) angekommen umwarb uns ein kleiner unaufdringlich taxifahrer, der uns ausnahmsweise zeit liess und so konnten wir ihm garnicht wiederstehen und haben ihm durch eingeschraenkte handel-faehigkeit nach durchwachter nacht noch ne ziemliche freude gemacht, als er uns fuer 80baht, also 1,80Euro zu nem guesthouse befoerdern durfte (der ist echt in die luft gesprungen und hat garnich mehr aufgehoert zu grinsen). jedenfalls war der irgendwie suess und so ist unser guesthouse auch. direkt am wasser (motorboot gefahr) mit bambuswaenden und dem ersten nicht semi-ekligen bad mit recht huebschen fliessen. jedenfalls warn wir zufrieden und sind erstmal schlafen gegangen fuer die naechsten vier stunden. dann haben wir uns tatsaechlich aufraffen koennen in die stadt zu laufen und haben uns verschiedene soldatenfriedhoefe angesehen, denn kanchanaburi ist ein inzwischen beruehmter schauplatz aus dem zweiten weltkrieg: wer kennt sich nicht, die bruecke am k

wai! klingt romantischer als es ist. die amerikaner, australier, niederlaender, thailaender, japaner und chinesen haben sich hier gekloppt und das nicht zu schwach. nachdem die allierten den luftraum ueber thailand abgeriegelt hatten, brauchten die japaner einen alternativen versorgungsweg fuer die fronten in burma und indien, dabei entstand die bruecke am kwai, die mehr als 50000 thailaendische zwangsarbeiter das leben kostete. der roman und der 7fach oscarpraemierte film haben sie dann so beruehmt gemacht. obwohl sie nicht mal so aussieht wie im roman beschrieben. kanchanaburi ist jedenfalls ganz nett, ca. 60 000 einwohner in leichter huegel und dschungellandschaft. die bruecke haben wir heute schon gesehen und morgen gehts auf eine trekkingtour von 8-18uhr zu den erawan waterfalls (zitat: die schoensten in thailand) und zu ner cave. anschliessend noch ne bandfahrt auf der railway of death (so heisst das ding, dass ueber die bruecke juckelt). bin schon gespannt. jetzt bin ich erstmal voellig muede und breche deswegen hier ab. ich freue mich ueber jeden kommentar! :) achja! der bhumipol und die sirikit sind hier uebrigens UEBERALL gegenwaertig, lauter fotos, boegen ueber den strassen (sehen aus wie checkpoints ausm computerspiel), bilder, kalender und watt nich alles in den laeden etcpp. ich muss sagen, der

is so sympathisch in szene gesetzt, ich wuerd den ja gern ma kennenlernen ;D und eins noch zum schluss: die sprache der thais klingt oft, als wenn sich ne ente aufregt und dann verschluckt. so genug assoziationsreste.